Geschichte der Erdgasversorgung
Als in Deutschland das Gaszeitalter anbrach, blieb der Fortschritt auch in Senftenberg nicht lange aus. Bereits 1898 entschied sich die Stadt der Bergleute für das neue Stadtgas. Am 18. März jenen Jahres erfolgte die Gründung der Gas- und Elektrizitätswerke Senftenberg AG.
Unverzüglich nach der Genehmigung vom Juni 1898 entstand die Gasanstalt, die schon mit Betriebsbeginn am 27. Juli gleichen Jahres 80 Privathäuser „mit über 1.000 Flammen“ und etwa 100 Straßenlaternen versorgte.
Auf dem Markt verbreiteten bereits am 8. Oktober 1898 ein prächtiger vierarmiger Eisenkandelaber sowie vier Ecklaternen ihre warme Gas-Helligkeit. Vorausschauend gleich als Gas- und Elektrizitätswerke gegründet, war das praktisch die Geburtsstunde der Stadtwerke in Senftenberg, denn das Werk gehörte mit einem Anteil von über 70 Prozent der Stadt selbst.
Doch erst nach einem erneuten Beschluss der Senftenberger Stadtverordneten im Jahre 1919 kam die Elektrifizierung der Region auf der Basis der Braunkohle hinzu. Jahre angefüllt mit wirtschaftlichem Auf und Ab, mit Kriegszerstörungen von Produktionsanlagen im zweiten Weltkrieg, mit Enteignungen 1945 und 1948 sowie mit einer langjährigen Zugehörigkeit zum Energiekombinat zu DDR-Zeiten folgten.
Durch die Leitungen strömt jetzt Erdgas
Das heutige Stadtwerk, neu gegründet am 5. Juli 1991, steht also in einer langen Tradition kommunaler Energieversorgung. Entstanden ist es praktisch mit der Übernahme der Fernwärmeversorgung, die bis dahin in den Händen der kommunalen Wohnungsgesellschaft Senftenberg lag.
Es folgten der Aufbau der Versorgung des Umlandes mit Erdgas und am 1. Juli 1993 die Übernahme der städtischen Gasversorgung. Nach erheblichen Investitionen in infrastrukturelle Maßnahmen zur Erdgasumstellung sowie mit einem intensiven logistischen Aufwand gelang es, die gesamte Umstellung in nur sechs Wochen abzuschließen. Seit 21. September 1993 strömt ausschließlich Erdgas durch das etwa 107 Kilometer lange Netz der Stadtwerke Senftenberg.
Das Erdgas des europäischen Verbundnetzes gelangt über die neugebaute Erdgasübernahmestation in Peickwitz sowie über eine 4-bar-Druckleitung nach Senftenberg und wird dort über zwei Gasdruckregelstationen und sechs Ortsregelstationen auf das Versorgungsnetz verteilt und an die über 5.500 Kunden weitergeleitet.
Der Ring ist geschlossen
Marga die erste und älteste Gartenstadt Deutschlands erstrahlt nach wechselvoller Geschichte und zweijähriger Sanierung nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wieder in altem Glanz. Dass sich dabei Denkmalpflege und moderner Wohnkomfort nicht ausschließen müssen, beweisen die etwa 80 liebevoll hergerichteten Gebäude der Siedlung, die von den Stadtwerken an die moderne Erdgasversorgung angeschlossen wurden.
Die Gartenstadt Marga und weitere realisierte oder geplante Wohnungsbaugebiete in der Stadt gehören zu den Investitionsvorhaben der Stadtwerke, wo eine Grundversorgung mit Erdgas realisiert wurde bzw. wird. Das Unternehmen konzentriert sich auf die weitere Verdichtung der Anschlüsse in allen Versorgungsgebieten sowie auf die vollständiger Erschließung aller Gemeinden rund um den Senftenberger See mit einer Erdgas-Ringleitung.

|